Claude in Copilot kommt bis Ende 2026 in die EU Data Boundary
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Was Microsoft am 5. November angekündigt hat
Am 5. November 2026 hat Microsoft im Copilot Blog den Beitrag „Bringing Claude models in Microsoft Copilot into the EU Data Boundary“ veröffentlicht. Verfasst hat ihn Charles Lamanna, bei Microsoft als Executive Vice President für Copilot, Agents und Platform verantwortlich. Die Kernaussage, sinngemäß übersetzt:
„Bis Ende 2026 können Organisationen in der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) Claude-Modelle in Copilot nutzen, einschließlich Copilot Cowork, mit Verarbeitung innerhalb der EU Data Boundary, also dort, wo ihre Daten bereits gespeichert sind.“
Drei Punkte aus der Ankündigung sind für Unternehmen besonders wichtig:
- Zusage, noch kein Livegang: Ein genaues Datum gibt es nicht. Weitere Details will Microsoft nennen, wenn die Verfügbarkeit näher rückt.
- Kein Handlungsbedarf für bestehende Freigaben: Wer Claude in Copilot bereits nutzt, muss nichts tun. Die Verarbeitung wechselt automatisch in die EU Data Boundary, sobald sie verfügbar ist.
- Standardmäßig aus: In der EU und der EFTA bleibt der globale Schalter für Claude deaktiviert. Administratoren können Claude jederzeit für alle Nutzer oder für ausgewählte Nutzer und Gruppen einschalten, bis zur Umstellung allerdings mit Verarbeitung in den USA. Ausnahme: Die eigene Einstellung für Word, Excel und PowerPoint ist bei Tenants, die nach dem 25. März 2026 angelegt wurden, standardmäßig an (siehe die Stolperfallen unten).
Die Ankündigung gilt für die EU und die EFTA, also auch für Unternehmen in der Schweiz, in Norwegen, Island und Liechtenstein. Das Vereinigte Königreich wird darin nicht erwähnt.
Kurz erklärt: die EU Data Boundary
Mit der EU Data Boundary verpflichtet sich Microsoft, Kundendaten von Unternehmen aus der EU und der EFTA innerhalb dieses Raums zu speichern und zu verarbeiten. Das gilt für Cloud-Dienste wie Microsoft 365, Azure und Power Platform, allerdings nur für bezahlte, allgemein verfügbare Dienste. Vorschauen und kostenlose Testversionen sind ausgenommen. Für die OpenAI-Modelle in Copilot sieht die Dokumentation die Verarbeitung innerhalb der EU Data Boundary bereits vor, mit einer Einschränkung: Flex Routing bei Spitzenlast, das bei neueren Tenants standardmäßig aktiv ist (siehe Checkliste). Claude ist bisher die große Ausnahme. Mehr zur Einordnung lesen Sie in Microsoft Copilot DSGVO 2026: Datenverarbeitung in Deutschland.
Was ist Claude, und wo steckt es in Copilot?
Claude ist die KI-Modellfamilie des US-Unternehmens Anthropic. Microsoft setzt in Copilot nicht mehr nur auf ein Modell, sondern bindet neben den OpenAI-Modellen auch Claude ein. Den Hintergrund erklärt unser Beitrag Multi Model Intelligence in Microsoft 365 Copilot Researcher. Laut Microsoft arbeitet Claude weltweit bereits in Copilot Chat, in Copilot in den Microsoft-365-Apps, in Copilot Cowork und in Copilot Code. Die Microsoft-Dokumentation nennt zusätzlich Researcher, Copilot Studio und Power Platform. In der EU ist Claude nur nach Freigabe nutzbar, und in Cowork laufen innerhalb der EU Data Boundary derzeit nur GPT-Modelle:
| Bereich | So kommt Claude zum Einsatz | Stand heute in der EU |
|---|---|---|
| Copilot Chat | Claude in der Modellauswahl wählen | Nach Freigabe durch den Admin, Verarbeitung in den USA |
| Word, Excel, PowerPoint | Modell beim Bearbeiten mit Copilot wählen, in Excel oben links im Copilot-Bereich | Eigene Einstellung für die Office-Apps, Verarbeitung außerhalb der EU Data Boundary |
| Researcher | Claude im Modell-Menü des Researcher-Agenten wählen | Nach Freigabe durch den Admin, Verarbeitung in den USA |
| Copilot Studio | Modell beim Anlegen eines Agenten festlegen | Zusätzliche Freigabe im Power Platform Admin Center, Verarbeitung regionsübergreifend |
| Copilot Cowork | Claude kann den Großteil von Analyse, Entwürfen und Werkzeugnutzung übernehmen | Innerhalb der EU Data Boundary derzeit nur GPT-Modelle |
| Copilot Code | Teil des Vorschauprogramms Frontier | Vorschauen fallen nicht unter die EU Data Boundary |
Welche Claude-Version jeweils arbeitet, nennt Microsoft in der Ankündigung nicht. In der Modellauswahl von Copilot Cowork führt Microsoft derzeit Claude Opus 5.5 für komplexe Aufgaben und Claude Sonnet 5.5 für alltägliche Aufgaben, dazu Claude Fable 5.1 im Frontier-Programm. Für Excel spricht Microsoft allgemein von den neuesten Modellen von Anthropic und OpenAI. Wie die Modellwahl im Alltag hilft, zeigen unsere Praxisguides Copilot in Excel nutzen, Copilot in Word nutzen und Copilot in PowerPoint nutzen. Den Wechsel zwischen Modellen per Klick erklärt Microsoft 365 Copilot Search: Neuer Chat und Modellwechsel.
Was sich für Unternehmen in der EU ändert

Bisher war Claude in Copilot für europäische Unternehmen ein Sonderfall: nutzbar, aber mit Verarbeitung außerhalb der EU. Laut Microsoft-Dokumentation sind Claude-Modelle in Copilot, Researcher, Copilot Studio, Power Platform und den Microsoft-365-Apps derzeit von der EU Data Boundary ausgenommen, ebenso von den Zusagen zur Verarbeitung im eigenen Land. Gibt ein Unternehmen Claude frei, verarbeitet Anthropic die Daten in den USA. Gespeichert werden sie weiterhin in der EU Data Boundary.
Für Datenschutzbeauftragte ist genau das ein naheliegender Grund, Claude bisher nicht freizugeben. Mit der Umstellung soll Claude beim Ort der Verarbeitung zu den OpenAI-Modellen aufschließen, die Copilot bereits innerhalb der EU Data Boundary verarbeitet. Ob für Claude dann dieselben Regeln und Ausnahmen gelten, hat Microsoft noch nicht gesagt. Kommt die Umstellung wie angekündigt, wird die Modellwahl für Unternehmen in der EU vor allem eine Frage der Qualität und nicht mehr in erster Linie eine Frage des Datenschutzes.
Die eigentliche Neuerung: Claude in Copilot Cowork
Copilot Cowork, der Agent für mehrstufige Aufgaben über mehrere Apps hinweg, ist seit Juni 2026 für Microsoft-365-Copilot-Kunden allgemein verfügbar. Cowork kann Claude für den Großteil von Analyse, Entwürfen und Werkzeugnutzung einsetzen. Innerhalb der EU Data Boundary unterstützt Cowork laut Microsoft derzeit aber nur GPT-Modelle. Dass Microsoft Cowork in der Ankündigung ausdrücklich nennt, ist für europäische Unternehmen deshalb der wichtigste Punkt. Was Cowork kann und was es kostet, lesen Sie in Copilot Cowork: Funktionen, Kosten & Nutzen einfach erklärt und Copilot Cowork: Kosten, Credits & Limits erklärt.
Offene Punkte und Grenzen
- Kein Datum: Microsoft nennt nur „bis Ende 2026“. Änderungen an Datenschutz- und Verarbeitungszusagen kündigt Microsoft im Message Center an. Dort sollten Admins in den nächsten Wochen genau hinschauen.
- Copilot Studio, Power Platform und Researcher: Die Ankündigung spricht allgemein von Claude in Copilot, nennt diese drei Bereiche aber nicht ausdrücklich.
- Vorschaufunktionen: Die EU Data Boundary umfasst nur allgemein verfügbare Dienste. Bei Funktionen aus dem Frontier-Programm wie Copilot Code sollten Sie nicht von einer Verarbeitung in der EU ausgehen.
- Verarbeitung im eigenen Land: Ob Claude künftig auch unter die Zusagen zur Datenverarbeitung im jeweiligen Land fällt, sagt Microsoft nicht.
- Multi-Geo: Unternehmen, die Multi-Geo-Funktionen gekauft oder genutzt haben, fallen für Microsoft 365 nicht unter die EU Data Boundary, auch wenn ihr Tenant in einem EU- oder EFTA-Land geführt wird.
So steuern Admins Claude im Microsoft 365 Admin Center

Die Freigabe erfolgt im Microsoft 365 Admin Center und setzt die Rolle KI-Administrator (AI Administrator) oder globaler Administrator voraus:
- Einstellungen öffnen: Copilot › Einstellungen › Alle anzeigen.
- Anthropic auswählen: Die Einstellung „KI-Anbieter, die als Microsoft-Unterauftragsverarbeiter arbeiten“ öffnen (englisch „AI providers operating as Microsoft subprocessors“), unter den verfügbaren Unterauftragsverarbeitern Anthropic auswählen und speichern.
- Zugriff festlegen: Alle Benutzer, bestimmte Benutzer und Gruppen oder keine Benutzer. Zuweisen lassen sich einzelne Personen und Sicherheitsgruppen aus Microsoft Entra ID, bis zu 999 Zuweisungen je Anbieter.
- Weitere Schalter prüfen: Die eigene Einstellung für Word, Excel und PowerPoint kontrollieren (siehe Kasten unten). Für Copilot Studio und Power Platform ist zusätzlich eine Freigabe im Power Platform Admin Center nötig, je Umgebung oder Umgebungsgruppe. Bis die Einstellung dort erscheint, können einige Stunden vergehen.
Für Administratoren: drei Stolperfallen
Eigene Einstellung für Word, Excel und PowerPoint: Für die EU, die EFTA und das Vereinigte Königreich gibt es seit April 2026 zusätzlich die Einstellung „Copilot in Microsoft 365 apps with Anthropic models“. Laut Microsoft ist sie bei Tenants, die nach dem 25. März 2026 angelegt wurden, standardmäßig eingeschaltet. Prüfen Sie diese Einstellung auch dann, wenn Sie den Schalter für Anthropic nie angefasst haben.
Nicht verwechseln: Daneben gibt es die Einstellung „AI providers operating as independent processors“. Anbieter dort arbeiten unter eigenen Bedingungen und nicht als Unterauftragsverarbeiter von Microsoft.
Freigabe je Anbieter, nicht je Modell: Wer Anthropic freigibt, gibt die Claude-Modelle frei, die Microsoft als Unterauftragsverarbeiter-Modelle anbietet. Modelle mit Datenaufbewahrung brauchen eine eigene Freigabe (siehe unten).
Die deutschen Bezeichnungen in diesem Beitrag stammen aus der maschinell übersetzten deutschen Microsoft-Learn-Fassung und können von der Oberfläche im Admin Center abweichen. Microsoft beschreibt alle Schritte in der Anleitung zu den Claude-Modellen von Anthropic in Microsoft Online Services. Auch in Copilot Cowork lassen sich die Anthropic-Modelle abschalten, ohne den Zugang zu Cowork selbst zu sperren. Für Unternehmen in der EU wird das mit der Umstellung wichtig, denn heute nutzt Cowork dort nur GPT-Modelle.
Datenschutz und DSGVO: Die Ankündigung richtig einordnen
Vertraglich arbeitet Anthropic in Copilot als Unterauftragsverarbeiter von Microsoft. Es gelten die Microsoft-Produktbedingungen und der Datenschutznachtrag (DPA), Claude fällt unter Enterprise Data Protection, und Kundendaten werden nicht zum Training von KI-Basismodellen verwendet. Das gilt schon heute, nicht erst nach der Umstellung.
Was sich ändert, ist der Ort der Verarbeitung. Bis zur Umstellung bedeutet eine Freigabe, dass Prompts und Daten zur Verarbeitung in die USA gehen. Das ist nicht automatisch unzulässig, muss aber bewertet und dokumentiert werden, idealerweise gemeinsam mit Ihrem Datenschutzbeauftragten. Nach der Umstellung soll die Verarbeitung in der EU Data Boundary stattfinden. Welche Ausnahmen dann für Claude gelten, etwa für technische Kennungen, hat Microsoft noch nicht beschrieben.
Sonderfall: Modelle mit Datenaufbewahrung
Einige Claude-Modelle führt Microsoft als „Anthropic models with Data Retention“, etwa Claude Fable 5 und Claude Mythos 5. Für sie gelten die Bedingungen von Anthropic statt der von Microsoft, und Anthropic speichert die meisten Ein- und Ausgaben bis zu 30 Tage. Diese Modelle sind überall standardmäßig ausgeschaltet und brauchen eine eigene Freigabe. Ob die Ankündigung auch sie umfasst, ist offen.
Berechtigungen bleiben die Grundlage
Unabhängig vom Modell gilt: Copilot arbeitet mit den Inhalten, auf die die jeweilige Person Zugriff hat. Zu weit gefasste Freigaben in SharePoint und Teams werden mit jedem leistungsfähigeren Modell sichtbarer. Wie Sie das vermeiden, zeigen Copilot im Unternehmen: Die SharePoint Falle, die keiner sieht und unsere Leistung Microsoft 365 Security und Compliance. Einen Gesamtüberblick bietet der Beitrag Microsoft Copilot DSGVO-konform: Leitfaden für Unternehmen 2026.
Unsere Empfehlung: Jetzt entscheiden, nicht nur abwarten
Für Unternehmen in der EU gibt es bis zur Umstellung zwei sinnvolle Wege:
- Abwarten bis zur Umstellung: Sinnvoll, wenn Sie mit personenbezogenen oder vertraulichen Daten arbeiten und keine Verarbeitung in den USA wollen. Lassen Sie den Schalter aus und prüfen Sie die Einstellung für Word, Excel und PowerPoint.
- Pilotgruppe schon jetzt: Sinnvoll, wenn Sie Claude früh testen möchten. Geben Sie Claude über eine Entra-ID-Gruppe für wenige Personen frei, legen Sie fest, welche Daten dabei verwendet werden dürfen, und dokumentieren Sie die Entscheidung. Nach der Umstellung wechselt die Verarbeitung automatisch in die EU Data Boundary.
Checkliste für Geschäftsführung und IT
- Ist-Stand prüfen: Schalter für Anthropic, Einstellung für die Office-Apps und Freigaben im Power Platform Admin Center.
- Entscheidung dokumentieren: Datenschutzbeauftragte und gegebenenfalls den Betriebsrat einbinden.
- Zugriff über Gruppen steuern: Lieber eine Pilotgruppe als eine Freigabe für alle.
- Flex Routing prüfen: Bei EU- und EFTA-Tenants, die nach dem 25. März 2026 angelegt wurden, ist es standardmäßig aktiv, ältere Tenants sollten die Einstellung prüfen. Bei Spitzenlast kann Copilot dann auch in den USA, Kanada oder Australien verarbeiten. Mit „Do not allow flex routing“ bleibt diese Verarbeitung in der EU Data Boundary. Für Claude ändert das bis zur Umstellung nichts, und ob Flex Routing danach auch Claude betrifft, hat Microsoft nicht gesagt.
- Berechtigungen aufräumen: Freigaben für alle, Gastzugänge und offene Links prüfen, sensible Inhalte mit Vertraulichkeitsbezeichnungen schützen.
- Message Center beobachten: Auf die Mitteilung zur Umstellung achten und danach die eigene Dokumentation anpassen.
- Mitarbeitende schulen: Zeigen, wann sich ein anderes Modell lohnt und wie gute Prompts aussehen, etwa mit unserem Leitfaden Copilot-Prompts: Bessere Ergebnisse mit Microsoft Copilot.
Sie möchten wissen, wo Ihr Unternehmen steht? Der kostenlose KI-Readiness-Check gibt eine erste Einschätzung in wenigen Minuten. Wer tiefer einsteigen will: Im Copilot Readiness- und Purview-Audit prüfen wir Berechtigungen und Vertraulichkeitsbezeichnungen, im Geschäftsleitungs-Workshop bewerten wir Copilot strategisch für Ihr Unternehmen.
Häufige Fragen (FAQ)
Ist Claude in Copilot jetzt in Europa verfügbar?
Claude war in der EU schon vorher in Copilot Chat, Word, Excel, PowerPoint, Researcher und Copilot Studio nutzbar, wenn der Admin es freigegeben hat, dann allerdings mit Verarbeitung in den USA. In Copilot Cowork laufen für Unternehmen in der EU Data Boundary bisher nur GPT-Modelle. Neu ist die Ankündigung vom 5. November 2026: Bis Ende 2026 soll die Verarbeitung in die EU Data Boundary wechseln, ausdrücklich auch für Copilot Cowork.
Ab wann wird Claude in der EU verarbeitet?
Microsoft nennt nur „bis Ende 2026“ und will Details kurz vor der Verfügbarkeit veröffentlichen. Bis dahin verarbeitet Anthropic die Daten in den USA, gespeichert bleiben sie in der EU Data Boundary.
Muss ich als Administrator etwas tun?
Wenn Claude bei Ihnen bereits freigegeben ist, nein: Die Umstellung erfolgt automatisch. Wenn nicht, bleibt der Schalter aus, bis Sie ihn bewusst einschalten. Prüfen Sie trotzdem die eigene Einstellung für Word, Excel und PowerPoint: Bei Tenants, die nach dem 25. März 2026 angelegt wurden, ist sie standardmäßig eingeschaltet.
Gilt die Ankündigung auch für die Schweiz und Großbritannien?
Für die Schweiz ja, sie gehört zur EFTA, ebenso Norwegen, Island und Liechtenstein. Das Vereinigte Königreich wird in der Ankündigung nicht genannt. Dort steht der globale Schalter für Claude weiterhin standardmäßig auf „Keine Benutzer“, die eigene Einstellung für Word, Excel und PowerPoint ist bei Tenants ab dem 25. März 2026 aber auch dort an. Eine Zusage zur Verarbeitung im Vereinigten Königreich oder in der EU Data Boundary gibt es nicht.
Kostet Claude in Copilot extra?
Die Modellwahl gehört zur Nutzerlizenz von Microsoft 365 Copilot. Manche Modelle wie Sonnet sind im Rahmen einer fairen Nutzung enthalten, andere wie Opus nur mit Nutzungsgrenzen. Copilot Cowork, Copilot Code und neuere Frontier-Modelle wie Fable rechnet Microsoft nutzungsbasiert ab. Mehr dazu in Microsoft 365 Copilot Lizenzen: Einfach erklärt.
Ist Claude in Copilot DSGVO-konform?
Anthropic arbeitet als Unterauftragsverarbeiter von Microsoft unter dem Datenschutznachtrag. Ausgenommen sind die Modelle mit Datenaufbewahrung wie Claude Fable 5 und Claude Mythos 5, für die die Bedingungen von Anthropic gelten. Bis zur Umstellung findet die Verarbeitung aber in den USA statt. Ob das für Ihre Daten vertretbar ist, sollten Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten bewerten und dokumentieren. Nach der Umstellung soll die Verarbeitung laut Microsoft innerhalb der EU Data Boundary stattfinden. Welche Ausnahmen dann gelten, etwa für Vorschaufunktionen, Modelle mit Datenaufbewahrung oder Copilot Studio, hat Microsoft noch nicht beschrieben.
Fazit: Claude kommt in die EU, die Entscheidung bleibt bei Ihnen
Mit der Ankündigung vom 5. November 2026 will Microsoft bis Ende 2026 das größte Hindernis für Claude in Unternehmen in der EU und der EFTA ausräumen: die Verarbeitung außerhalb der EU Data Boundary. Claude soll dann in Copilot innerhalb der EU Data Boundary arbeiten, ausdrücklich auch in Copilot Cowork.
Bis dahin gilt der heutige Stand. Nutzen Sie die Zeit, um die Einstellungen im Admin Center zu prüfen, eine klare Entscheidung zu treffen und Ihre Berechtigungen aufzuräumen. Dann können Sie Claude ab dem Tag der Umstellung ohne Umwege einsetzen. Wie wir Sie dabei begleiten, sehen Sie auf unserer Seite Microsoft 365 Copilot.
Weitere Neuigkeiten rund um Copilot finden Sie in unserem Beitrag Copilot im Unternehmen: Tipps, Nutzen und News 2026.